So haben Sie Stummfilme noch nie gehört...

Sven Gade, D 1923

Glossar

Stummfilme / Musiker

Das Geheimnis von Brinkenhof

Mit Henny Porten

Henny Portens Starkarriere ist Mitte der 1920er Jahre intakt, wenn auch nicht mehr ganz so strahlend wie in den 1910er Jahren. Sie hat zuletzt einen Teil ihrer Filme selbst produziert und sich auch auf kunstambitionierte Projekte eingelassen, die bei ihrem Stammpublikum nur bedingt Anklang fanden. 1922 kehrt sie mit Stoffen im bäuerlich-kleinbürgerlichen Sujet und sozial wie moralisch klar bezeichneten Konflikten zur Dramaturgie ihrer Erfolgsfilme zurück. Das Geheimnis vom Brinkenhof knüpft daran an. Henny Porten gibt eine Gutsherrin im Sauerländischen, die streng und souverän den Hof führt. Aber auf ihr lastet ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das sie und ihre Umgebung bedrückt. Die verdrängten Ereignisse drohen sie und den Brinkenhof abermals in den Abgrund zu reißen. Mit der Rückkehr zu den dramatischen Unterhaltungsbedürfnissen des Stammpublikums von Henny Porten geht gerade in einer so krisenhaften Realität wie 1923 einher, ein Happy End zu gewähren. Svend Gade, der 1921 Asta Nielsens Hamlet inszeniert hatte, dreht "Das Geheimnis vom Brinkenhof" überwiegend on location in der Gegend von Arnsberg. Er versucht, die ländliche Idylle mit Helldunkel-Effekten und harten Einschnitten traumatischer Erlebnisse zu überformen und dem Film einen phantasmagorischen Unterton zu geben, gegen den Henny Porten als unbeschränkte Mittelpunktsfigur souverän anspielt. (jk)


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