
StummfilmKonzerte - Stummfilm mit LivemusikGlossarOpium[Robert Reinert, D 1921, ca. 80 min] Der erst kürzlich wiederentdeckte Robert Reinert und sein genialer Kameramann Helmar Lerski entzünden ein cineastisches Feuerwerk, um ihre Vision eines Opiumrausches auf die Leinwand zu bringen. Exotische Schauplätze, kunstvoll in Neubabelsberg nachgebaut, wechseln mit elegischen Bildern tanzender Frauen und scharwenzelnder Satyre. Siegfried Kracauer beschrieb gar einen „Appetit auf Sinnlichkeit“ und stellt „Opium“ in den Kontext des Aufklärungs- und Sittenfilms in Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg. Doch die zuckersüßen Phantasien und Träume verwandeln sich alsbald in Angst, Mord und Schrecken. „Opium“ ist ein Trip, frühes Spektakelkino und wildes Abenteuer. Die wissenschaftliche Neugier treibt Professor Gesellius (Eduard von Winterstein) in eine chinesische Opiumhöhle. Dort trifft er die schöne Sin (Sybil Morel), die er aus Mitleid mit nach Europa nimmt. Gesellius gründet ein Sanatorium für Opiumsüchtige. Er begreift sich als Heiliger und will den Menschen das Glück bringen. Ihm entgeht dabei, daß seine Frau sich vernachlässigt fühlt und sich einem jungen Studenten (Conrad Veidt) hingibt. Als der Professor von dieser Beziehung erfährt, kommt der Student unter mysteriösen Umständen ums Leben. Gesellius flieht nach China und versucht im Opiumrausch zu vergessen. Der Chinese Nung-Tschang (Werner „Caligari“ Krauß), der Gesellius hasst, seit jener ihm die leidenschaftlich geliebte Sin entführt hat, wittert seine Chance auf Rache. Hinweis: Stabangaben Stummfilm aus dem Jahre 1918 Darsteller: |
Bilder: Filmmuseum Berlin |
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